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10 triftige Gründe für den Urlaub Zuhause

von Carola
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Ja, ich meine es ernst. Damit, den Urlaub auch mal daheim zu verbringen. Eben mal nichts zu unserer Reiseweltmeisterschaftskultur beizutragen. Nicht die Komfortzone zu verlassen. Mich auch ohne spektakuläre Selfies meiner eigenen Existenz zu versichern. Es ist kein Akt des zivilen Widerstandes gegen die Reiseindustrie und ich habe auch nicht dem Reisen abgeschworen. Ich reise für mein Leben gerne. Ich habe schon viele atemberaubende Landschaften, spannende Kulturen und interessante Leute kennengelernt. Ich liebe es, neue Erfahrungen zu machen und bin generell ein sehr neugieriger Mensch. Genau deshalb. Ein Plädoyer für: Ich bin dann mal Zuhause. Für’s Entdecken, Genießen und Wertschätzen.

 

#1  Die Heimat entdecken

Jeder von uns hat so seine weissen Flecken auf der heimatlichen Landkarte, seine geheime „Mal hin-Liste“. Ein neues, interessantes Lokal hat aufgemacht? Das müssen wir uns merken, da gehen wir mal hin. Oder: Ich habe gehört, der kleine See soll besonders schön sein, da radeln wir mal hin. Ein Urlaub daheim bietet viele Gelegenheiten, die Heimat zu entdecken und ein paar Punkte von der Mal hin-Liste auf die Fantastisch-Liste zu setzen. In diesem Blog findest Du viele Tipps und Ideen, um ein Chiemgau-Entdecker zu werden.

 

#2  Kein Organisationsmarathon

Wenn jemand auf Reisen geht, dann muss es der Flug zum besten Zeitpunkt mit der besten Airline und zum günstigsten Preis sein. Der mehrwöchigen Internetrecherche folgt dann doch die zögerliche Buchung. Habe ich alles richtig gemacht? Ein paar Tage später kommt dann die Ernüchterung. Just derselbe Flug ist nun für 100 Euro günstiger zu haben. Neben der Herausforderung, sich durch den unübersichtlichen Dschungel der Onlinebuchungsportale zu schlagen und sich preis-leistungs-adäquate Angebote ohne versteckte Gebühren herauszufischen, gibt es noch zig andere prä-ferialische Fragestellungen zu beantworten. Was nehme ich alles mit? Wer füttert meine Katze? Und oh Gott, meine Blumen! Verbringt man den Urlaub zu Hause, hat man schon im Vorfeld jede Menge Freizeit, ganz ohne Packlisten, Preisvergleiche und Planungen.

 

#3  Sofort im Urlaub

In der Sekunde, in der ich meine Haustüre aufschließe, beginnt mein Urlaub. Keine Dachbox befüllen, keine überfüllten Raststätten, kein Stau. Ich muss nicht mitten in der Nacht aufstehen, um mit Panda-Augen und Thrombosestrümpfen in den Frühflieger steigen zu können. Wenn zu allem Überfluss der Koffer im Nirgendwo hängen bleibt, sind die ersten Tage am Zielort ohnehin schon gelaufen. Die Tatsache, drei Tage im weißen Billig-Baumwoll-Shirt des Notfall-Kits der Airline rumlaufen zu müssen und auf die Ankunft meines hoffentlich unversehrten Koffers zu warten, lässt nicht unbedingt ein unbeschwertes Urlaubsgefühl aufkommen.

 

#4  Tomatensaftfreie Zone

Es ist für mich nach wie vor eines der grössten ungelösten Rätsel der Menschheit. Auf jedem Flug bin ich von vermeintlichen Nachtschattengewächs-Liebhabern umgeben. Sobald die Stewardess das heissbegehrte Elixier überreicht, wird es im engbestuhlten Gourmettempel hektisch. Eifrig werden Salz- und Pfeffertütchen aufgerissen und der Inhalt andächtig in die rote, sämige Flüssigkeit gekippt. Mit gekonnt gespreizten Fingern wird mit dem kleinen Plastikstäbchen alles verrührt. Steht sicher im Knigge, mit welcher Plastikstäbchen-Fingerstellung der Tomatensaft hoch über den Wolken umzurühren ist. Wie schön, dass diese fiesen Dinger nun verboten sind. Die Stäbchen meine ich.

 

#5  Das Schweigen der Kamera

Die Welt ist ein Fotostudio. Mittlerweile erzählen wir unser Leben in Bildern, alles wird dokumentiert. Der gute alte Hamlet hätte sich heutzutage seine Frage sparen können. Sein oder nicht sein? Fotografieren oder nicht fotografieren? Ich fotografiere, also bin ich. Es wird gepost und gepostet, was das Zeug hält. Zuhause entrinne ich dem Selfie-Wahnsinn. Ich lege die Kamera und das Handy beiseite und muss mir keine Gedanken über Fotos machen. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich geniesse die Lebendigkeit und Sinnlichkeit des Moments. Und das kann sowieso nicht festgehalten werden.

 

#6  Das eigene Bett

Es ist schon ein klein wenig wie Roulette. Die Sache mit dem Bett am Urlaubsort gleicht einem Glücksspiel. Rot oder Schwarz. Unbequem oder einigermaßen beschlafbar. Naturgemäß schläft man in fremder Umgebung ohnehin schlechter. Wenn man dann auch noch ständig in die durchgelegene Mitte der Matratze kullert und mit seinem Partner kollidiert, ist es vorbei mit der nächtlichen Ruhe. Auch so manch heimisches Getier kann sich innerhalb oder ausserhalb der Schlafstätte tummeln und für durchwachte Nächte sorgen. Ganz ohne Lauerstellung und ungebetene Gäste kann ich Zuhause schlafen. In meinem kuscheligen Bett, auf meiner Matratze. Dafür bin ich echt dankbar.

 

#7  Alles da

Wenn ich verreise, beschränke ich mich auf das vermeintlich Notwendige. Kaum habe ich das Haus verlassen und bin in den Urlaub aufgebrochen, beschleicht mich dieses Gefühl. Nämlich irgendetwas vergessen zu haben. Trotz abgehakter Packliste und trotz aus allen Nähten platzendem Koffer. Und tata! So ist es. Genau dieses eine Paar Schuhe hätte ich speziell dafür gebraucht und habe es natürlich nicht mitgenommen. Oder genau diese Jacke, dieses Shirt und diese Creme fehlen zum immerwährenden Urlaubsglück. In den eigenen vier Wänden habe ich alles da, was ich meine, zum Leben zu brauchen. Alle meine sieben Sachen und sogar noch ein bisschen mehr.

 

#8  Das süße Nichts

Wenn ich verreise, möchte ich immer viel sehen, entdecken und erleben. Es bedeutet, früh aufzustehen, ständiges Unterwegssein, viele neue Eindrücke. Carpe diem kann auch ziemlich anstrengend sein. Das süße Nichts ist das unwiderstehliche Sahnehäubchen, das man sich im Heimurlaub unbedingt gönnen sollte. Es klingt wie eine Verheißung: Nichts. Nichts müssen, nichts wollen, nichts tun, einfach Zeit vertrödeln. Ich versäume nichts, denn morgen ist auch noch ein Tag. Wunderbar. In diesem Nichts liegt pures Glück. Und ist so herrlich erholsam.

 

#9  Weltretter sein

Das Gute liegt sehr nah. Nähe schafft Nachhaltigkeit. Mir persönlich ist es ein großes Anliegen, unsere wunderbare Natur, weltweit und hier im Chiemgau, zu bewahren. Ein bisschen die Welt retten kann jeder, soll jeder. Jedes Mal, wenn ich mich für einen Urlaub zu Hause entscheide, leiste ich zumindest einen kleinen Beitrag zur Verbesserung meiner CO²-Bilanz. Klar mache ich Ausflüge und bin unterwegs. Sofern es das Wetter zulässt, schnappe ich mir dafür mein Radl oder benutze die Bahn.

 

#10  Geld gespart

Ein Urlaub kostet immer Geld. Teurer wird es, wenn ich auf einen anderen Kontinent reise. Vor Ort beginne ich natürlich nicht eine dreiwöchige Null-Diät, sondern möchte viel erleben und ausprobieren. Der Besuch von Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Museen erfordert ein gewisses Budget, das ich bereithalten muss. Das Leben Zuhause ist natürlich auch nicht umsonst. Aber von dem gesparten Geld kann ich mir beispielsweise etwas Schönes gönnen.

 

Und hier erfährst Du, wie Dein Urlaub Zuhause wirklich gelingt.

 

 

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