Skitour Rauschberg Panoramablick Sonntagshorn ©my Chiemgau

Winterglück am Rauschberg

von Carola
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Die Winter-Watte-Landschaft auf dem Rauschberg und der Blick auf die tiefverschneiten Berge ringsum üben in der kalten Jahreszeit einen ganz besonderen Zauber aus. Hier oben ist zudem das Kunstwerk von Walter Angerer dem Jüngeren, „Adams Hand“ zu bestaunen. Sonne und Schnee lassen sich in dieser traumhaften Umgebung vorzüglich geniessen und der Südhang lockt mit einer kurzen, aber sehr geschmeidigen Abfahrt.

 

Toureninfo

Beste Zeit: Februar-März
Gipfel: Rauschberg (1.645 m)
Start/Ende: Parkplatz Aschenau (kostenlos) oder Parkplatz Rauschbergbahn (kostenlos)
Aufstiegsroute: Vom Parkplatz Aschenau über die sog. Kienbergabfahrt, d.h. den Forstweg Richtung Süden aufsteigen. Die Wegführung ist sehr gut beschildert. Über einige Kehren gelangt man zur Südseite des Rauschbergs. Das Rauschberghaus passierend geht es dann zum Gipfel. Alternativ kann man mit der Rauschbergbahn hochfahren und eine Abfahrtsroute wählen
Abfahrtsroute: Die Abfahrt über die steile Rossgasse ist anspruchsvoll. Das dieser Hang aufgrund der Lawinensituation meist nur im Spätwinter und Frühjahr befahren werden kann, ist er oft vereist. Alternativ kann immer der Sommerweg, d.h. die Kienbergabfahrt genommen werden. Es empfiehlt sich auch der Südhang unterhalb des Rauschberghauses mit pistenähnlichen Verhältnissen. Diesen kann man nicht ganz abfahren, d.h. man muss am Ende des Hangs an der Waldgrenze auffellen und wieder hoch steigen. Eine Abfahrt zur Talstation der Rauschbergbahn ist nur über die Kienbergabfahrt oder über die Rossgasse möglich
Schwierigkeit: mittel
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Einkehrmöglichkeit: Rauschberghaus
Tourenkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY19 Chiemgauer Alpen Ost

 

Sonne, traumhafte Alpenkulisse, Ruhe und Genuss

Ein Traum für jeden Skitourengeher, denn hier ist vor allem unter der Woche überhaupt nichts los. Da ich noch eine Rauschbergbahnfahrt vom letzten Winter gut habe, löse ich diese ein und fahre mit der ersten Gondel des Tages auf die Bergstation. Während der Fahrt hat man schon allerlei faszinierende Ausblicke auf die Umgebung und die schroffen, steilen Felsformationen. Oben angekommen, steige ich aus der Gondel, nehme die Skiausrüstung, gehe die Treppe empor und trete ins Freie. Traumhafter Sonnenschein, ideale Schneebedingungen – was will ich mehr?

Sonntagshorn aus Sicht des Rauschberges ©my Chiemgau

Mein Ziel für heute ist, den Südhang genussvoll einige Male zu fahren und danach über die Rossgasse zur Talstation abzuschwingen. Von der Bergstation geht es zuerst mit den Fellen Richtung Rauschberghaus. Direkt unterhalb befindet sich der reizvolle Südhang und bereits auf dem Weg dorthin hat man eine wundervolle Aussicht auf das Sonntagshorn. Durch die schon relativ starke Sonneneinstrahlung hat es aufgefirnt. Eine wirklich traumhafte Abfahrt erwartet mich.

Südhang des Rauschberges Ruhpolding ©my Chiemgau

Ein Zwischenstopp auf halber Höhe zum Verweilen und Geniessen.

Rauschberg Skitour Südhang ©my ChiemgauWeiter unten am Waldrand werden die Ski abgeschnallt und die Felle wieder aufgezogen. Den Südhang befahre ich auf diese Weise einige Male, so lange ich Lust habe und der Schnee in der Sonne nicht zu sulzig wird. Bei meinem letzten Aufstieg vom Südhang mache ich an einer flachen Stelle mit Blick auf das Sonntagshorn eine kleine Pause, bevor es dann Richtung Rossgasse geht.

Skitour auf den Rauschberg Blick auf Sonntagshorn ©my Chiemgau

Um über die Rossgasse abfahren zu können, muss man wieder Richtung Rauschberghaus und zu „Adams Hand“ aufsteigen.

Rauschberg im Winter Adams Hand ©my Chiemgau

Von hier aus kann der Hang bis zur Einfahrt der Rossgasse ohne Felle gequert werden. Meine Hoffnung ist, dass der Schnee in der Rinne durch das warme Wetter aufgefirnt hat. In den leicht sonnenbeschienen Bereichen am Anfang ist dem auch so.

Steilhang in der Rossgasse am Rauschberg ©my Chiemgau

Ein kurzes Stück danach finde ich nur noch eine harte und eisige Fläche vor, da der größte Teil des Hanges dauerhaft im Schatten liegt. Die Oberfläche ist durchgehend eisig und hart, so dass ich mich mehr schrappend als fahrend fortbewege.

Skitourenabfahrt Rossgasse am Rauschberg ©my Chiemgau

Weiter unten sieht man ein paar kleine Lawinenabgänge. Durch die milde Wetterlage tagsüber und den nächtlichen Frost ist der Schnee zu eisigen Klumpen gefroren.

Rauschberg Rossgasse Lawinenabgang ©my Chiemgau

Wehe dem, der da hinein gerät. Glücklicherweise lässt sich das Ganze recht einfach umfahren, wenn man mit Blick von oben rechtzeitig die richtige Abfahrtsroute wählt. Nach Bewältigung der steilen Hänge ist das restliche Stück auf dem Forstweg eher unspektakulär. Manche Stellen sind mittlerweile schon schneefrei, so dass ich die Ski ein Stück tragen muss. Und genau vor der Talstation der Rauschbergbahn ist ein kleiner fieser Gegenanstieg. Das Beste kommt eben nicht immer zum Schluss, aber alles in allem ein sehr lohnender Skitourengenuss.

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