Krokuswiese auf dem Heuberg ©my Chiemgau

Wandern im Chiemgau: 7 Spektakuläre Frühlings-Touren

von Carola
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Mit dem Frühling kommen Sonne, Wärme, Blumen und Gefühle. Der Schnee schwindet, Poesie-Zitierer und Partnerbörsenbetreiber laufen zur Höchstform auf. Ich auch. Ich scharre schon mit meinen Bergschuhen: endlich wieder rauf! Der Frühling übt auf mich einen besonderen Reiz aus. Durch die Schneeschmelze werden sogar kleine Rinnsale zu beeindruckenden Gebirgsbächen. Üppige Blütenteppiche sind umrahmt von einer traumhaften Bergkulisse. Und überall schöne Aussichten. Herrlich.

 

#1  Das letzte Eis des Taubensees

Ein Bergsee im Frühling? Unvergleichlich. Die Sonne scheint und es ist schon recht warm. Beim Aufstieg denke ich darüber nach, dass ich vielleicht für einen kurzen Augenblick meine Füße in den kalten See halte. Oben angekommen ein atemberaubender Anblick. Damit hatte ich nicht gerechnet. Der Taubensee ist teilweise noch mit Eis bedeckt, die Nebel steigen in der Morgensonne auf. Hier oben ist es kühl, auf dem Weg liegt noch Schnee und es ist matschig. Damit muss man rechnen. Aber die Belohnung ist fantastisch. Ok, das mit den Füßen im See lasse ich lieber, ich muss es ja nicht übertreiben. Im Sommer dann. Beeindruckt von der rauen Schönheit setze ich meine Tour am See entlang und dann Richtung Süden fort. Auf der Sauermöser-Alm habe ich trockenen Fusses einen fantastischen Ausblick auf die umliegenden Berge. Begleitet von vielen filigranen Leberblümchen komme ich über den Luftbodensteig zum Ausgangspunkt zurück.

Beste Zeit: Ende April / Anfang Mai (abhängig von der Wärme; das Eis kann auch schon früher weggeschmolzen sein)
Gipfel: Sonnwendköpfl
Start/Ende: Wanderparkplatz Hinterwössen
Wegbeschreibung: Der Forststraße entlang der Beschilderung Richtung Taubensee folgen. Diese führt ein ganzes Stück entlang des Schlierbachs. Bei den ersten Hinweisschildern links auf den Weg Richtung Luftbodensteig/Taubensee abzweigen. An der nächsten Weggabelung den rechten Weg Richtung Taubensee/Sauermöser einschlagen (Holzschild) bis der Taubensee erreicht wird. Der Wanderweg führt an der Nordseite des Taubensees entlang bis zum westlichen Ende. Hier bei den Schildern südwärts nach links Richtung Sauermöseralm/Stoibenmöseralm abbiegen und nochmals nach links Richtung Osten gehen. Der Weg führt über das Sonnwendköpfl zum Gebiet der Sauermöseralm. Hinter der zweiten Almhütte zweigt nach links der Luftbodensteig ab, der zurück zum Parkplatz führt.
Dauer: ca. 4 Stunden
Schwierigkeit: leichte Wanderung, aber es kann noch Schnee liegen (evtl. lohnen sich Gamaschen)
Einkehrmöglichkeit: Zu dieser Jahreszeit noch keine. Unbedingt reichlich Wasser und Brotzeit mitnehmen
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#2  Tosende Wasser in der Weißbachschlucht

Wasser finde ich generell sehr beeindruckend. Vor allem, wenn es so wild und laut ist wie in der Weißbachschlucht. Diese Wanderung entlang der schmalen Wege und Stege zeigt uns die spektakulärsten Wasserspiele der Natur: Wasserfälle, Gumpen und Kaskaden. Diese würden sogar den alten Ludwig XIV vor Neid erblassen lassen, denn selbst Versailles‘ opulenteste Springbrunnen können der Weißbachklamm nicht das sprichwörtliche Wasser reichen. Hätte der Sonnenkönig doch lieber mal im Chiemgau geurlaubt. Dafür macht das der Biber, den man hier manchmal antreffen kann.

Beste Zeit: Mitte April bis Mitte Mai
Gipfel: keiner
Start/Ende: Hotel-Gasthof Mauthäusl in Weißbach/Schneizlreuth an der Alpenstraße
Wegbeschreibung: Der Einstieg zur Weißbachschlucht befindet sich direkt unterhalb des Gasthofes Mauthäusl. Ein Schild weist darauf hin, dass der Weg nur für Geübte ist. Bei nassem Wetter können die Stege, Holzbrücken und Wege rutschig sein, deshalb ist trockenes Wetter empfehlenswert. Der Weg durch die Weißbachklamm führt direkt am Wasser entlang und ist teils mit Drahtseilen gesichert. Am Ende der Schlucht, wenn das Wasser etwas ruhiger wird, gibt es ein paar Bänke, auf denen man Pause machen kann. Das Faszinierende ist, dass auf dem Rückweg die Schlucht anders erscheint als auf dem Hinweg und wieder ganz neue Eindrücke hinterlässt.
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Schwierigkeit: leichte Wanderung
Einkehrmöglichkeit: Hotel-Gasthof Mauthäusl
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY19 Chiemgauer Alpen Ost

 

 

#3  Zur Krokusblüte auf den Heuberg

Kurz nach der Schneeschmelze zeigt sich im Gebiet der Daffnerwald-Almen der Frühling in seiner ganzen Pracht. Überall Krokusse, soweit das Auge reicht. Ein unvergleichliches lila-weißes Blütenmeer, dahinter ein wunderschönes Bergpanorama. Hierfür den genauen Zeitpunkt zu erwischen, ist gar nicht zu so einfach. Genauso wie einen Weg durch all die bunten Schönheiten zu finden, ohne etwas zu zertreten. Bei schlechtem Wetter bleiben die Blüten geschlossen. Wer schöne Fotos machen möchte, sollte daher auf gutes Wetter mit Sonnenschein achten. Ich liebe den Wanderweg ab Duftbräu. Er führt zuerst sehr malerisch am Fluderbach entlang und geht weiter durch den Wald, teils mit steinigen Passagen. Wer mag, kann die Tour auf dem steilen Weg zum Gipfel des Heubergs fortsetzen. Den Aufstieg auf die felsige Wasserwand empfehle ich zu dieser Jahreszeit nicht.

Beste Zeit: Ende März/Anfang April (je nach Schneelage)
Gipfel: Heuberg optional, das eigentliche Ziel ist die Krokuswiese
Start/Ende:
Parkplatz Berggasthof Duftbräu (Samerberg)
Wegbeschreibung: Direkt unterhalb des Duftbräus geht man vom Parkplatz aus erst ein Stück die Straße entlang Richtung Süden bis zur markanten Kurve. Hier dem Wegweiser Richtung Heuberg folgen und in den Wald einbiegen. Vor dem Einbiegen kann man sich noch den schönen Wasserfall von der Brücke aus ansehen. Der Wanderweg führt direkt am Fluderbach entlang. Diesem folgen und die kleine Brücke über den Bach links liegen lassen, der Bach bleibt weiterhin auf der linken Seite, bis Weg und Bach auseinander gehen. Der Weg führt über Almwiesen in den Wald hinein, in dem es ein paar steinige und steile Passagen gibt. Nach dem Waldstück gelangt man direkt zum Gebiet der Daffnerwald-Almen und die blühenden Krokuswiesen sind sogleich zu sehen.
Dauer: ca. 2 Stunden
Schwierigkeit: leichte Wanderung
Einkehrmöglichkeit: Daffneralm, Deindlalm, Lagleralm, Berggasthof Duftbräu
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#4  Das Blaue Wunder auf dem Laubenstein

Auf einer meiner Reisen traf ich eine Frau, die am Meer lebte. Sie erklärte mir, sie könne nicht ohne das Blau des Meeres leben und wir im Norden hätten viel zu wenig Blau. Die Arme. Sie kannte weder den Laubenstein noch unser Bayerisches Meer. Der Laubenstein ist vor allem im Frühling ein wenig begangener Berg. Der Gipfel ist ein aussichtsreicher Grashügel mit Blick auf Simssee, Chiemsee und Kampenwand. Nach der Schneeschmelze bildet der als „Schusternagel“ bekannte, kleine Frühlingsenzian einen üppigen, blauen Blütenteppich. In fast schon surrealem Kontrast dazu steht das erste, zarte Grün des Grases. Ich lasse meinen Blick schweifen. Hier erlebe ich wirklich mein persönliches Blaues Wunder. Da kann das Meer aber einpacken.

Beste Zeit: April
Gipfel: Laubenstein
Start/Ende: Wanderparkplatz Soilach (Frasdorf), 820m
Wegbeschreibung: Vom Parkplatz aus dem Wegweiser Richtung Laubenstein folgen. Der Weg führt ein gutes Stück die Forststraße entlang. Beim nächsten Hinweisschild nach links Richtung Laubenstein/Riesenhütte zweigen. Der Forstweg mündet im Gebiet der Winterstube. Diesem geradeaus folgen und den rechts abzweigenden Weg ignorieren. Die Winterstuben-Hütte befindet sich rechts des Weges und man folgt dem Weg bis er sich gabelt. Hier den rechten Weg nach oben nehmen. In der Nähe eines Wegkreuzes mündet dieser in einen anderen, von unten kommenden Wanderweg. Hier nach rechts abbiegen. Der Weg führt weiter durch den Wald und kreuzt eine Forststraße. Diese geradeaus überqueren. Bei dem Hinweisschild Richtung Laubenstein links abzweigen und dem Weg bis zu einem kleinen Sattel folgen. Hier links weitergehen (zur Orientierung: rechts geht es bergab in den sog. Eiskeller) und bei der nächsten Weggabelung nochmals nach links zweigen. Hier sieht man schon die Laubenstein-Almen. An diesen vorbei führt der Weg zum Gipfel.
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Schwierigkeit: leichte Wanderung
Einkehrmöglichkeit: Frasdorfer Hütte (beim Rückweg Rundweg über die Frasdorfer Hütte möglich)
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#5  Am rauschenden Gebirgsbach zum ruhigen Weitlahner

Gleich zu Beginn des Weges, der am Klausgraben entlangführt, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Weg wird rechter Hand von der steilen Nordseite der Aschentaler Wände flankiert. Aus beeindruckender Höhe kommen kleinere und größere Schmelzwasserfälle herab. Ein bisschen Neuseeland hier im Chiemgau. Oder doch Island? Der Klausgraben ist gut gefüllt. In beeindruckenden Formationen rauscht das Wasser Richtung Tal. Ich gehe weiter am Bach entlang bis zum Gebiet der Dalsenalmen. Hier wartet die Ruhe. In fast schon malerischen Serpentinen führt der Weg weiter durch Wiesen, Wald, Latschen und Fels zum Gipfel. Im Wald und in dem Latschenstück ist es meist feucht und deshalb rutschig. Kurz vor dem Gipfel ist noch eine steile Stelle im Felsen mit Seilsicherung zu passieren.

Beste Zeit: Mitte April bis Mai
Gipfel: Weitlahner
Start/Ende: Wanderparkplatz Hainbach (zwischen Aschau im Chiemgau und Sachrang)
Wegbeschreibung: Am Parkplatz nordwärts über die kleine Brücke, danach rechts abbiegen Richtung Osten (Wegweiser Kampenwand, Geigelstein, Priener Hütte). Der Weg führt ohne weitere Abzweigung durch den Klausgraben zum Gebiet der Dalsenalmen. Hier den Weg geradeaus durch das Gatter nehmen und diesem entlang des Weidezaunes über die Almwiese folgen. Am gelben Hinweisschild den Weg nach rechts Richtung Weitlahner /Geigelstein einschlagen. Der Weg geht zuerst relativ flach über die Almwiese und führt etwas später in steileren Serpentinen den Hang hinauf. Danach sind Latschenfelder und ein Waldstück zu durchqueren. Zum Schluss ist ein steiles, felsiges Stück, das mit einem Drahtseil versichert ist, zu passieren. Der Weg zweigt nicht mehr ab und führt direkt zum Gipfel.
Dauer: ca. 5 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Einkehrmöglichkeit: auf der Wanderung keine, im Tal in Aschau oder Sachrang
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#6  3-Gipfel-Tour: Sonnwendwand – Bauernwand – Scheibenwand

Etwas abenteuerlich ist diese Tour schon. Ab der Hofbauernalm gehe ich auf schmalen, teils versteckten Pfaden von Gipfel zu Gipfel. Die Wege sind manchmal nicht leicht erkennbar. Ich genieße die Ruhe, die herrlichen Ausblicke und ein Stück Einsamkeit. Die Brotzeit lasse ich mir auf dem aussichtsreichen Gipfel der Scheibenwand schmecken und beobachte von dort aus das Treiben auf der Kampenwand. Die Nebel fliessen um die Berge, hüllen Gipfel und Menschen kurz ein und ziehen wieder weiter. Wer möchte, kann als krönenden Abschluss und als vierten Gipfel dieser Tour die Kampenwand erklimmen.

Beste Zeit: Ende April bis Mai
Gipfel: Sonnwendwand, Bauernwand, Scheibenwand
Start: Wanderparkplatz Hainbach (zwischen Aschau im Chiemgau und Sachrang)
Ende:
Talstation Kampenwandbahn in Aschau im Chiemgau. Von Aschau kann man mit dem Bus Richtung Sachrang zurückfahren. Den Fahrplan findet Ihr hier. Alternativ am Start und Ende jeweils ein Auto abstellen.
Wegbeschreibung: Am Parkplatz nordwärts über die kleine Brücke, danach rechts abbiegen Richtung Osten (Wegweiser Kampenwand, Geigelstein, Priener Hütte). Der Weg führt ohne weitere Abzweigung durch den Klausgraben zum Gebiet der Dalsenalmen. Hier den Weg geradeaus durch das Gatter nehmen und diesem entlang des Weidezaunes über die gesamte Almwiese folgen. Der Weg führt zum Schluss ein Stück bergab und mündet in eine Forststraße. Auf diese nach links abzweigen Richtung Hofbauernalm. Der Forstweg führt direkt zur Hofbauernalm (um diese Zeit noch nicht bewirtschaftet). Hier den Weg Richtung Kampenwand einschlagen. Bei einer kleinen Einzäunung muss man weglos nach links die Wiese entlang des Waldrandes hoch gehen, bis man auf das Schild „zum Gipfelkreuz“ trifft. Von hier aus ist der nächste Wegweiser schon erkennbar und ab hier ist auch der Pfad zu sehen. Diesem bis zum Gipfel der Sonnwendwand folgen.
Um zur Bauernwand zu gelangen, muss man ein Stück zurück gehen bis zum Sattel. Hier Richtung Osten dem schwer erkennbaren Weg am Kamm entlang folgen. Man gelangt auf eine relativ ebene Fläche mit Latschenbewuchs. Das Gipfelkreuz der Bauernwand ist hier schon sichtbar. Zwischen den Latschen muss man etwas linksseitig der Gipfelkuppe nach dem schmalen Weg suchen, der zu einer kleinen Felsflanke  führt. Diese ist mit einer leichten Kletterei (-I°) zu bewältigen und sogleich steht man auf dem Gipfel der Bauernwand.
Der Weg führt weiter nach Norden hinunter durch die Latschen in einen Sattel. Hier weiter dem gut erkennbaren Weg durch die Latschen bis zum Gipfel der Scheibenwand folgen. Den Anstiegsweg ein Stück zurück gehen und nach links abzweigen. Hier geht es recht steil bergab bis zur Bergstation der Kampenwandbahn hinunter. Wer noch nicht genug hat, kann noch den Gipfel der Kampenwand bezwingen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, mit der nostalgischen Bahn ins Tal zu fahren oder den Fußweg nach Aschau zu nehmen.
Alternativroute: Die Tour ab Aschau im Chiemgau beginnen, zur Bergstation wandern oder mit der Bahn fahren und die Tour in umgekehrter Reihenfolge machen mit der Sonnwendwand als Endziel. Von hier aus zurück zur Kampenwand und nach Aschau. Bei dieser Variante sind Start und Ende der Tour gleich.
Dauer: ca. 6 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Einkehrmöglichkeit: Sonnenalm, Steinlingalm oder Gori Alm im Kampenwandgebiet
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#7  Die Enzianblüte der Rampoldplatte

Fasziniert betrachte ich die wunderschönen tiefblauen Kelche des großen Enzians unterhalb der Lechneralm. Ein Stück vom Himmel hier im Grünen. Man mag kaum glauben, dass es etwas Schlechtes auf der Welt gibt und könnte fast erwarten, hier irgendwo die Heidi und den Geissenpeter auf der Suche nach Bärli und Schwänli zu treffen. Ja, die Geschichte stammt aus der Schweiz, aber wir kennen sie doch alle und verbinden mit ihr das, was wir lieben. Die Alpen, die Berge, die Natur, den Enzian – unsere Heimat. Des Enzian’s Pendant, das Edelweiß, ist fast schon aus unserer Heimat verschwunden. Ich bin dankbar, dass es hier noch viele Enziane gibt. Viele, die wir bewahren können und müssen.

Beste Zeit: Ende April-Mai
Gipfel: Rampoldplatte
Start/Ende:
 Wanderparkplatz St. Margarethen in Brannenburg (Inntal)
Wegbeschreibung: Neben dem Feuerwehrhaus sind die ersten gelben Hinweisschilder zu sehen. Hier dem Weg Richtung Hochsalwand und Breitenberghütte (Markierung 9) folgen. Am Ende der Teerstraße nach rechts Richtung Breitenberghütte zweigen. Der steinige Weg mündet bei der kleinen Anhöhe der Drei Linden in einen Forstweg.  Hier kann man den Blick ins Tal geniessen. Weiter der Forststraße Richtung Breitenberghütte folgen. Weiter oben an der Hütte vorbei gehen und auf dem Forstweg bleiben. Nach Verlassen des Waldes führt der Weg über Almwiesen und mündet in eine kleine, von unten komme Teerstraße. Auf dieser nach links gehen bis zur Lechneralm. Hier den Wiesenpfad nordwärts Richtung Rampoldplatte einschlagen. Dieser quert den Hang bis zum Kamm der Jochleite. Hier nach links Richtung Osten zweigen. Am Kamm entlang führt der schmale Pfad steil bergauf bis zum Gipfel der Rampoldplatte.
Dauer: ca. 3 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Einkehrmöglichkeit: Breitenberghütte
Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY16 Mangfallgebirge Ost

 

Ausrüstung und Kartenmaterial

Wer im Frühling in den Bergen unterwegs ist, muss immer damit rechnen, dass die Wege matschig, und Steine oder Wurzeln rutschig sein können. Daher gilt: Keine Wanderung ohne passende Ausrüstung! Sonst liegt man schnell auf der Nase oder setzt sich bestenfalls auf den Allerwärtesten. Das Tragen der Hose hinterher ist in jedem Fall ziemlich unangenehm – von möglichen Verletzungen ganz zu schweigen. Rutschfeste Wanderschuhe, am besten knöchelhohe Wanderstiefel, sind daher für jede Tour ein Muss. Idealerweise sind sie wasserdicht, da es durchaus vorkommen kann, dass man im Frühling noch Passagen im Schnee zurücklegen muss. Die Bekleidung muss immer den Wetterverhältnissen angepasst sein. In den Bergen, vor allem in Senken und Gewässernähe, kann es oft noch überraschend kühl sein. Auch wenn die Sonne hinter den Wolken verschwindet, ist es deutlich kälter. Also nicht vom Sonnenschein täuschen lassen und immer wärmende Kleidung und Wechselkleidung dabei haben. Frieren kann einem ziemlich die Laune verderben. Und das wäre doch schade.

Zur notwendigen Ausrüstung für eine Wanderung gehören ebenso geeignete Karten. Vor Beginn der Tour ist es unabdingbar, sich über Verlauf und Länge der Tour zu informieren, um sich später im Gelände orientieren zu können. Meine persönliche Empfehlung gilt den Alpenvereinskarten, da das Kartenmaterial die Geodaten meiner Ansicht nach am besten abbildet. Ich verzichte auf die Angabe von GPS-Daten und die Darstellung interaktiver Karten. Systeme können ausfallen, Akkus leer werden und Geräte streiken. Wer im Gebirge unterwegs ist, darf sich nie blind auf Technologien verlassen, sondern muss sich zu jedem Zeitpunkt selbst zurechtfinden und orientieren können.

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