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11 traumhaft schöne Sommeralmen

von Carola
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Körperliche Betätigung, insbesondere das Wandern, gilt seit jeher als geistige Stimulanz. Ob der Weg zu den hier vorgestellten Almen zur spirituellen Erleuchtung führt, sei dahingestellt, aber zu einer kulinarischen ganz bestimmt. Ob typische Almbrotzeiten, Kaiserschmarrn oder (Weiß-) Bier. Auf diesen schönen Almen, die nur den Sommer über bewirtschaftet sind, warten Genüsse für Körper, Seele und Geist auf alle tüchtigen Höhenerklimmer. Ganz ohne Sünd‘ – oder?

 

#1  Brander Alm (1.142m) – Hörndlwand

In die urgemütliche Brander Alm möchte man am liebsten gleich zwei Mal einkehren, liegt sie doch sehr verlockend direkt am Weg zur Hörndlwand. Zur Stärkung für den nicht unanstrengenden Aufstieg und auf ein kühles Bier als Belohnung nach erfolgtem Gipfelsturm. Natürlich lohnt auch jederzeit ein Besuch der Brander Alm ohne weitere Berg-Ambitionen, ganz einfach zum Verweilen und Genießen.

  • Fantastisch: Kaiserschmarrn – mit oder ohne Rosinen, Almbrotzeit, Ambiente
  • Bewirtschaftung: Mitte Juni bis Ende September
  • Start/Ende: Parkplatz Gasthof Seehaus (zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl)
  • Wegstrecke: Ab dem Parkplatz der Beschilderung Richtung Brander Alm folgen. Berggeher zweigen nach einem kurzen Stück auf der Forstraße links auf den Wanderweg, Bergradler bleiben auf dem Forstweg
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY18 Chiemgauer Alpen Mitte

 

 

#2  Feichteckalm (1.312m) – Feichteck

Am Weg zur Feichteckalm gibt es viele farbenprächtige Sommerblumen und Wildkräuter zu sehen. Gämswurz, Flockenblumen, Kratzdisteln, Oregano und wilder Fenchel – um nur einige zu nennen. Die Tour lohnt auch als Feierabend-Tour oder kann über Feichteck- und Karkopf-Gipfel bis zur Hochries ausgedehnt werden. Selbst bei schlechtem Wetter lohnt die Einkehr auf der Feichteckalm, da man gemütlich drinnen sitzen kann. Ich freue mich immer besonders auf den hausgemachten Almkäse und den Kuchen.

  • Fantastisch: Almbrotzeit, Aussicht, Abendsonne
  • Bewirtschaftung: Juni bis Ende September
  • Start/Ende: Waldparkplatz am Samerberg
  • Wegstrecke: Vom Parkplatz aus der Ausschilderung Richtung Wagneralm folgen. Oberhalb der Wagneralm führt ein kleiner Pfad in steilen Serpentinen bis zu einer Jagdhütte im Almgebiet unterhalb des Feichtecks. Danach den Weg nach rechts bis zur 200m entfernten Feichteckalm einschlagen. Alternativ kann man die Forststraße, die an der Wagneralm vorbei führt, weiter entlang gehen oder radeln und an der nächsten Kreuzung auf den linken Forstweg zweigen. Dieser führt bis zur Feichteckalm
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#3  Gleichenbergalm (1.050m) – Hochfelln

Vom Parkplatz Kohlstatt bis zur Alm führt eine Forststraße, die sich besonders für’s Bergradeln eignet. Der Weg ist an und für sich nicht sehr abwechslungsreich, aber auch bei schlechtem Wetter eine gute Wahl. Die Einkehr bei der kleinen und schmucken Gleichenbergalm ist immer lohnenswert. Hier kann man eine leckere Almbrotzeit und selbstgemachten Kuchen genießen und traumhaft schöne Sonnenuntergänge erleben.

  • Fantastisch: Almbrotzeit, Abendsonne, Ambiente
  • Bewirtschaftung: Anfang Juni bis 3. Oktober
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Kohlstatt, Bergen (hinter dem Parkplatz der Hochfelln-Seilbahn)
  • Wegstrecke: Ein Stück hinter dem Parkplatz führt der beschilderte Forstweg nach links über eine Brücke Richtung Gleichenbergalm. Diese Straße führt direkt zur Alm.
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY18 Chiemgauer Alpen Mitte
Sommeralm Wanderung Gleichenbergalm ©my Chiemgau

Gleichenbergalm

 

 

#4  Haaralm (1.325m) – Haaralmschneid

Allein der Weg zur Haaralm ist ein Faszinosum. Immer wieder verlocken schöne Blüten, tolle Aussichten und sogar ein Wasserfall zum Stehenbleiben und Staunen. Das Almgebiet eröffnet grandiose Aussichten auf die Hörndlwand und auf den Hochgern. Mit den dort weidenden Pferden ist dies ein spektakulärer Anblick. Welche Alm die Berggeher bewirtet, wird jedes Jahr neu geregelt.

  • Fantastisch: Weg, Aussicht, Ambiente
  • Bewirtschaftung: Anfang Juni bis Ende September; abwechselnde Bewirtschaftung der Haaralmkaser
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Urschlau, Ruhpolding
  • Wegstrecke: Am westlichen Ende des Parkplatzes den Weg Richtung Wallfahrtskirche und Haaralm einschlagen. Er führt oberhalb der Kirche in einem Linksbogen in den Wald hinein und mündet in einen Forstweg. Dieser führt zum Schönen Fleck, dort rechts abbiegen und dem Weg bis zur Haaralm folgen
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: nein
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY18 Chiemgauer Alpen Mitte

 

#5  Hefteralm (880m) – Hochplatte

Sobald ich mich der Hefteralm nähere, schlägt mein Tierliebhaberherz Purzelbäume. Vor allem die Minishetlandponys haben es mir angetan, die direkt am Weg vor der Alm grasen. Eines davon kann ich sogar von mir überzeugen. Es kommt ganz neugierig auf mich zu und lässt sich von mir das flauschige Fell kraulen. Die Alm beherbergt daneben noch Kühe, Jungrinder, Ziegen, Hühner, Gockel, Hund, Katzen, Hasen und Meerschweinchen. Ein richtiges kleines Paradies, in dem man die vielen Alm-Schmankerl geniessen kann wie z.B. selbstgemachten Käse, Brot, Apfelmost, Schnäpse und Liköre.

  • Fantastisch: Kaiserschmarrn, selbstgemachte Almschmankerl, Ambiente, Tiere
  • Bewirtschaftung: Mitte Mai bis Mitte Oktober
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Strehtrumpf, Grassau
  • Wegstrecke: ab dem Parkplatz der Ausschilderung zur Hefteralm folgen
  • Gehzeit: ca. 45 Minuten Aufstieg
  • Für Bergradl: nein
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#6  Hofbauernalm (1.379m) – Sonnwendwand

Der Weg ab Hainbach zur Hofbauernalm führt ein Stück entlang des Klausgrabens, begleitet vom Rauschen des kleinen Gebirgsbaches. Hier gibt es jede Menge kleine Gumpen und Wasserfälle zu sehen. Besonders beeindruckend ist die Sicht auf die steile Nordflanke der Aschentaler Wände. Auf der ruhigen Hofbauernalm kann man während einer schmackhaften Almbrotzeit die Sicht auf Weitlahner, Aschentaler Wände und zum Inntal genießen. Besonders lohnenswert ist der Aufstieg zum Gipfel der Sonnwendwand.

  • Fantastisch: Weg, Aussicht, Almbrotzeit
  • Bewirtschaftung: Anfang Juni bis Ende September
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Hainbach (zwischen Aschau im Chiemgau und Sachrang)
  • Wegstrecke: Am Parkplatz nordwärts über die kleine Brücke, danach ostwärts rechts abbiegen (Wegweiser Kampenwand, Geigelstein, Priener Hütte). Der Weg führt durch den Klausgraben zum Gebiet der Dalsenalm. Dort vor dem Gatter links halten (nicht beschildert). Dieser Weg kreuzt bald die Forstraße. Hier weiter geradeaus den idyllischen, aber steilen Weg zur Hofbauernalm einschlagen (beschildert). Bald danach kommt ein Forsthaus. Dieses links liegen lassen und dem steinigen Weg leicht rechts folgen. Dieser mündet nach dem Waldstück wieder in den Forstweg, der nach links ansteigend direkt zur Alm führt
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: Der Weg entlang des Klausgrabens ist für Radler ein richtiger Wadlbeisser. Die Wegstrecke ist bis zur Kreuzung der Forststraße gleich. An dieser dann links abzweigen und auf der Forststraße bis zur Hofbauernalm bleiben (beschildert)
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#7  Moar Alm (1.400m) – Hochgern

Die Moar Alm liegt etwas unterhalb des Hochgernhauses. Sie ist eine der wenigen Almen mit dem typisch alpinen Schindeldach mit Schwerstangen und Schwersteinen. Auf der Holzterrasse, umgeben von liebevoll gepflegten, farbenprächtigen Blumen, bietet sich dem tüchtigen Berggeher ein spektakulär Blick auf den Zahmen und Wilden Kaiser. Sehr zu empfehlen ist der herzhafte Pfannkuchen und zum Nachtisch ein hausgemachter Kuchen. Oberhalb der Moar Alm, am Weg zum Gipfel des Hochgern, sind des öfteren Murmeltiere zu beobachten.

  • Fantastisch: Aussicht, Almschmankerl, Ambiente, Murmeltiere
  • Bewirtschaftung: Anfang Mai bis Ende Oktober, Mittwoch bis Sonntag
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Hochgern, Marquartstein
  • Wegstrecke: Vom Parkplatz aus der Beschilderung Richtung Hochgernhaus folgen. Der Weg führt direkt an der Moar Alm vorbei
  • Gehzeit: ca. 1,5 Stunden Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY18 Chiemgauer Alpen Mitte

 

 

#8  Piesenhausener Hochalm (1.360m) – Hochplatte

Die Piesenhausener Hochalm liegt auf dem Sattel zwischen Hochplatte und Kampenwand. Hier eröffnet sich dem Wanderer ein traumhafter Blick in alle Richtungen zu Chiemsee, Kampenwand, Geigelstein, Kaisergebirge bis hin zum Großvenediger und Großglockner. Milch und Käse werden hier selbst hergestellt. Ein besonderes Schmankerl ist der in Öl eingelegte Weichkäse. Neben den Milchkühen gibt es noch Jungvieh und Schweine.

  • Fantastisch: Panoramablick, Almbrotzeit mit selbstgemachten Käse, Abendsonne
  • Bewirtschaftung: Mitte Mai bis Kirchweihmontag
  • Start/Ende: Talstation Hochplattenbahn
  • Wegstrecke: Ab der Bergstation der Hochplattenbahn ca. 1,5 Stunden; ab Talstation der Hochplattenbahn ca. 2,5 Stunden. Die Wanderwege zur Piesenhausener Hochalm sind größtenteils gut ausgeschilderte Forstwege
  • Gehzeit: ca. 1,5 Stunden oder 2,5 Stunden Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#9  Huber-Kaser – Vordere Dalsenalm (946m) – Weitlahner/Kampenwand

Das Gebiet der Vorderen Dalsenalm liegt eingebettet zwischen Weitlahner und Kampenwand. Umringt von idyllischer Alpenkulisse und braun-weiß gefleckten Kühen befindet sich die Almhütte des Huber-Kasers. Als Wanderer oder Bergradler bleibt einem hier nichts anderes übrig, als sich über diesen Anblick zu freuen und die Brotzeit und den Ausblick zu genießen. Der einzige Wehmutstropfen für Wanderer ist, dass die Vordere Dalsenalm nur über einen recht breiten Forstweg zu erreichen ist. Deshalb ist meine Empfehlung, das Bergradl zu nehmen und die Wadl zu trainieren

  • Fantastisch: Aussicht, Almbrotzeit, ideale Bergradlstrecke
  • Bewirtschaftung: Mitte Mai bis Ende September – nur Samstag, Sonntag, Feiertage
  • Start/Ende: Dalsen-Wanderparkplatz im Ortsteil Mühlau, Schleching
  • Wegstrecke: ab dem Parkplatz entlang des Dalsenbaches auf dem Forstweg Nr. 6 Richtung Dalsenalm. Auf diesem immer bleiben. Nach Verlassen des Waldes und vor Erreichen des Sattels, auf dem die Hintere Dalsenalm liegt, geht es nach rechts zur Vorderen Dalsenalm, der Ausschilderung folgend. Der Huber-Kaser ist die letzte Hütte auf der rechten Seite des Weges
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#10  Weissenalm (1.010m) – Gederer Wand

Auf der Weissenalm fühlt man sich wie auf einem kleinen Bauernhof. Ringsum Kühe, im Garten stolziert der prächtige Gockel mit seinen Hennen und zwei gemütliche Katzen entspannen in der Sonne. Rustikale Holztische und -bänke vor der Alm mit Blick auf die imposante Gederer Wand laden zum Verweilen ein. Eine Sitzgelegenheit ist sogar mit Fahrradsattel und Lenker versehen, für alle diejenigen, die vom Bergradeln noch nicht genug bekommen haben. Den hungrigen Einkehrer erwartet eine schmackhafte Almbrotzeit mit Speck, selbstgemachter Butter und Käse oder ein selbstgebackener Kuchen.

  • Fantastisch: Aussicht, Almbrotzeit, Abendsonne
  • Bewirtschaftung: Anfang Juni bis Ende September
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Kohlstatt, Aschau im Chiemgau
  • Wegstrecke: Vom Parkplatz aus der kleinen Teerstraße durch den Lochgraben Richtung Maisalm und Sameralm folgen. An der Kreuzung geradeaus Richtung Kampenwand und Gederer Wand gehen. Dann bei der nächsten Möglichkeit nach links zweigen. Hier sind mehrere Almen ausgeschildert. Den Forstweg weiter gehen, bis man auf ein Holzschild in Form einer Kuh trifft. Hier der „Anweisung“ des Schildes folgen und fünf Minuten nach links am Zaun entlang gehen. Die Weissenalm ist von dort schon in Sichtweite
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde Aufstieg
  • Für Bergradl: ja
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY17 Chiemgauer Alpen West

 

 

#11  Zwieselalm (1.386m) – Zwiesel/Hochstaufen

  • Fantastisch: Aussicht, Almbrotzeit, Abendsonne
  • Bewirtschaftung: Mitte Mai bis Mitte Oktober
  • Start/Ende: Wanderparkplatz Jochberg, Weißbach an der Alpenstraße (Schneizlreuth)
  • Wegstrecke: Am östlichen Ende des Parkplatzes beginnt der Weg zu Zwieselalm. Hier dem beschilderten Forstweg nach Nordosten folgen. In einer Rechtskurve nach links in den Waldweg zweigen, der in einen Wirtschaftsweg mündet. Diesem ein Stück Richtung nordostwärts folgen und nach wenigen Metern wieder links in den Waldweg abbiegen. dieser führt in Serpentinen zur Zwieselalm
  • Gehzeit: ca. 1,5 Stunden Aufstieg
  • Für Bergradl: nein
  • Wanderkarte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY19 Chiemgauer Alpen Ost
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